Klassenbuch – Meinungen unserer Schülerinnen und Schüler

Laura Seit Corona hat sich für uns alle viel verändert. Als ich in die Ausbildung gestartet bin, war mir klar, dass sich sehr vieles verändern wird. In der Schule hat sich für mich nicht sonderlich etwas geändert, da ich direkt nach der Realschule in die Ausbildung gestartet bin. An die Masken im Unterricht gewöhnte ich mich schnell. Nur das stetige Lüften war für mich schwer, weil ich ziemlich schnell friere. Dass die Übungen nicht so stattfinden wie sonst, finde ich schade. Auch wäre es bestimmt lustig geworden, wenn wir bei der Weihnachtsfeier gekellnert hätten. Ich hoffe, dass wir als Klasse auch Ausflüge, wie zum Beispiel zur Firma Streifeneder, machen können.

In meinem Praxiseinsatz ist es am Anfang schwer gewesen, die ganze Zeit FFP2-Masken zu tragen, aber mit der Zeit wurde es ganz normal für mich. Was für mich ein Problem war und ist, ist es, den Abstand zu den Patienten einzuhalten, wenn man gerade nicht unbedingt Kontakt haben muss. Vor allem, wenn Patienten weinen, kann ich nicht einfach nur danebenstehen, da nehme ich trotz Corona ihre Hand und versuche sie zu beruhigen. Auch wenn man im Freundeskreis oft hört, ob der Job mit Covid nicht zu gefährlich ist; aber ich finde die Arbeit schön und man kann sich genauso beim Einkaufen anstecken. So helfe ich lieber Menschen, die Hilfe brauchen. Natürlich habe ich ein Risiko, Corona zu bekommen, aber das ist es mir wert. Auf Station hatten wir auch schon mehrere Verdachtsfälle und sogar positive. Dann macht man sich Sorgen, auch wenn man weiß, dass man sich schützt. Da war ich immer erleichtert, wenn ein negatives Testergebnis kam.

Ich habe entschlossen, mich erstmal nicht gegen Covid impfen zu lassen, da ich den Risikopatienten der Vortritt lassen möchte. Auf Station haben viele Respekt vor Corona. Am meisten Angst hatte ich, die Babys doch irgendwie mit Covid zu infizieren. Da meine Großeltern beide Risikopatienten sind, haben meine Familie und ich uns dazu entschlossen, sie dieses Jahr nicht zu sehen. Das Risiko, dass sie sich mit Covid infizieren, war uns doch zu hoch und somit waren die Feiertage sehr ruhig und wir waren viel in der Natur. Mit Freunden habe ich mich schon länger nicht mehr getroffen. Ich achte auch darauf, dass ich keinen Kontakt zu unseren Nachbarn habe, da diese auch schon älter sind. Silvester war dementsprechend auch eher langweilig und ohne Besuch. Dass die Hobbys auch nicht mehr stattfinden dürfen, ist echt ein blödes Gefühl. Aber eine gute Sache hat Corona, denn mit Homeschooling wird den Katzen nie langweilig und es ist immer wer zum Kuscheln da.

Für meine weitere Ausbildung weiß ich jetzt, dass ich auch mit einer Pandemie alles gut geregelt bekomme und trotzdem für die Patienten da sein kann. Für mich macht nur ein harter Lockdown mit Kontrollen Sinn, weil sich viel zu wenig Leute an die Regeln halten. Es hat einen Grund, warum wir zuhause bleiben sollen.
Florian Glücklicherweise konnte der Schulblock der Ausbildung wie geplant starten und wir mussten nicht ins Homeschooling. Allerdings galten natürlich die Hygieneregeln und einige Kurse konnten nicht stattfinden. In der Klinik konnten wir unseren Einsatz wie geplant antreten und die Tatsache, dass wir dort ganztägig Maske tragen sollten, hat mich nicht wirklich gestört. Im Privaten habe ich die Einschränkungen durch Corona am stärksten gespürt. Ich durfte meine Hobbies nicht mehr ausführen und da ich in der Klinik gearbeitet habe, habe ich auf sämtlichen Kontakt zu Freunden verzichtet und außerhalb der Arbeit und Familie nur meine Freundin gesehen.

Hinsichtlich der Schule hatte ich das Gefühl, dass es schwerer ist, eine gute Klassendynamik aufzubauen, da man sich nicht, wie sonst wahrscheinlich schon, mal mit mehreren abends treffen konnte, um sich näher kennen zu lernen. Dafür finde ich, dass die Klasse sich gut eingelebt hat, trotz der Beschränkungen. In der Klinik fand ich es teilweise schwierig mit Maske, vor allem, wenn es darum ging, Kontakt zu älteren, schwerhörigen Patienten aufzunehmen. Aber manchmal war ich auch echt dankbar für die Maske, zum Beispiel, wenn man mit starken Gerüchen zu tun hatte. Es gab also auch positive Effekte. Im privaten Bereich fiel es mir nicht schwer, auf den direkten Kontakt zu verzichten. Natürlich hätte ich meine Freunde gerne wiedergesehen, aber ich war und bin mir der Situation bewusst und heutzutage kann man sich ja auch online treffen.

Es ist schwer, diese Erfahrungen jetzt positiv oder negativ einzuordnen, da man ja nicht weiß, wie es ohne Corona gewesen wäre. In jedem Fall kann ich aber als positiven Effekt erkennen, dass ich gelernt habe, verantwortungsbewusst zu handeln und eigenständig zu werden. Eine weitere gute Sache ist, dass Krankenpflege ein sicherer Beruf ist und wir trotz der Maßnahmen arbeiten durften. Schade ist natürlich, dass einige Unterrichtseinheiten, die vermutlich interessant gewesen wären, ausgefallen sind.

Diese Zeit hat mich nicht zu einem anderen Mensch gemacht, aber mir fallen doch einige Veränderungen auf. Ich mache mir vor Handlungen mehr Gedanken darüber, welche Folgen mein Tun nach sich ziehen könnten. Vor allem während des Praxiseinsatzes habe ich angefangen, über mehr Dinge nachzudenken, wie zum Beispiel über meine Zukunft, aber auch über den Tod. Ich habe die Einstellung, dass jede Situation auch positive Aspekte mit sich bringt. Natürlich ist das schwer zu erkennen, bei einem Virus, welches für so viele Tode und Folgeschäden verantwortlich ist. Aber vielleicht wird dafür zu Beispiel die Grippe-Saison weniger Tote kosten und wir werden in Zukunft besser auf Pandemien vorbereitet sein.

Ich denke bisher nicht, dass ich vieles hätte anders machen können. Ich bin zufrieden mit meinem Verhalten in diesen Zeiten und werde auch so lange wie nötig meine sozialen Kontakte einschränken und online lernen. Auf höherer oder politischer Ebene hätte man sicher vieles anders machen können, aber ich bin nicht derjenige, der genug Ahnung hat, um dort bestimmte Punkte zu kritisieren. Denn bei so einem Virus wusste und weiß man vorher nicht, welche Maßnahmen helfen und welche nicht. Die Berufsschule hat die Situation gut gemeistert und uns trotz der Krise unseren Praxiseinsatz ermöglicht. Das Homeschooling funktioniert bisher gut.

Für meine Ausbildung nehme ich mit, dass immer unerwartete Situationen auftreten können und dass es nur wichtig ist, was man aus der Situation macht.
Andrei Ausbildung und Pflege in Zeiten von Corona

Was ist passiert?
Als die Coronazeit angefangen hat, war ich in Bezug auf Kontagiosität, verschlimmerte Symptome bei Menschen mit Vorerkrankungen und vieles mehr, ein wenig skeptisch. Ich dachte, die Medien übertreiben nur. Ich habe meine Meinung schnell geändert, als ich Erkrankte mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Mein privates Leben hat sich komplett verändert. Ich konnte meine Familie nicht mehr besuchen. Kurz gesagt: Corona ließ uns Menschen voreinander weglaufen!
Dieses unsichtbare Virus hat auch das Schulleben verändert. Viele Gruppenaktivitäten durften nicht stattfinden und sind ausgefallen. Damit ich gesund bleibe, war ich im praktischen Einsatz sehr vorsichtig. Ich habe mir vorgestellt, dass jede Person, mit der ich zu tun habe, sei es Kollege oder Patient, mit Covid angesteckt wäre und habe mich dann entsprechend verhalten. Sehr viele Patienten hatten Corona-Symptome und man konnte ohne ein Testergebnis leider nicht unterscheiden, ob diese Symptome vom Coronavirus oder von einer anderen Krankheit kamen. Ein Patient wurde zuerst negativ getestet und kurze Zeit danach doch positiv getestet. Also, sich komplett auf die Testergebnisse zu verlassen, ist meiner Meinung nach nicht die beste Lösung. So bin ich noch präventiver geworden.

Gefühle
Einerseits fühle ich mich traurig, weil das Virus alles so verändert hat, anderseits bin ich aber auf mich stolz, dass ich diesen Beruf erlerne.

Evaluation
Es war gut für mich, diese Erfahrung gemacht zu haben, weil ich dadurch gelernt habe, die Hygiene zu respektieren. Dazu ist mir bewusst geworden, wie wertvoll es ist, Freunde zu treffen, mit ihnen Fußball zu spielen oder sonstige Aktivitäten. Es sind die kleinen Sachen, die man erst dann merkt, nach dem man sie verloren hat.

Analyse
Ich kann sagen, dass mich diese Zeit gestärkt hat. Wäre dieses Virus von Anfang von allen Menschen ernst genommen geworden, wäre die hohe Zahl von Infektionen oder von Todesfällen vielleicht nicht erreicht worden.

Konsequenzen
Aus dieser Situation nehme ich für die Ausbildung sehr viele „Lektionen“ mit. Unter anderem halte ich für meine Gesundheit und auch zum Wohl anderer, beim Kontakt mit jedem Menschen, die Hygieneregeln ein und ich habe schätzen gelernt, was wir bereits vor Corona hatten.
Anonym Meine Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema „Ausbildung und Pflege in Zeiten von Corona“

Sich häufig ändernde und verschärfende Regeln sowie Einschränkungen „regieren“ schon fast unser Alltagsleben, wobei kein Bereich davon unberührt bleibt.

Seit dem elften Januar 2021 sind nun wieder alle Schulen geschlossen. Dies führt zu einer unangenehmen weiteren Reduzierung der sozialen Kontakte und zu Homeschooling, was aus meiner Sicht deutlich uneffektiver ist als Präsenzunterricht. Zudem ist es schade, seine Kollegen, Mitschüler und Freunde überhaupt nicht mehr zu treffen. Gerade zu Beginn einer Ausbildung, zur Bildung einer Klassengemeinschaft und zum Stärken des Zusammenhalts untereinander wäre es sicherlich für jeden einfacher gewesen, wenn es keine Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln gäbe. Meiner Meinung nach hat die Berufsfachschule Ebersberg mit dem funktionierenden Onlineunterricht über Microsoft Teams dennoch eine gute Möglichkeit gefunden, uns Schüler unter diesen Umständen weiterhin zu unterrichten und auszubilden.

Spätestens seit Dezember 2020 waren die Auswirkungen von Covid-19 auch deutlich im Stationsalltag spürbar: Bevor z.B. die unfallchirurgische und orthopädische Station 5A am 22.12. zur Infektionsstation wurde, war es dort schon recht stressig. Der Grund dafür waren viele, teils sehr pflegeaufwendige Patienten und die zusätzlichen Patienten der plastischen, urologischen und inneren Fachrichtungen. Es gab immer viel zu tun, trotzdem empfand ich es auch als sehr interessant, einen solchen Ausnahmezustand mitzuerleben und Patienten mit Erkrankungen aus anderen Fachrichtungen zu pflegen. Zudem fand ich vor allem in dieser Situation den Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Kollegen untereinander und des Krankenhauses wichtig, denn nur so konnten die Patienten gut versorgt werden. Ich persönlich mochte es lieber, in Zeiten von Corona im Krankenhaus zu arbeiten anstatt beispielsweise den ganzen Tag alleine vor dem Computer zu studieren. Außerdem gefällt mir der Kontakt zu den Patienten sehr gut und ich bekam dadurch während meiner Arbeitszeit die Einschränkung der sozialen Kontakte kaum zu spüren.

In meiner Freizeit ist das leider anders. Etwas mit Freunden unternehmen, zweimal pro Woche zum Badminton-Training im Sportverein gehen und sonstige Aktivitäten sind durch Corona nicht mehr möglich. Deshalb bin ich sehr froh über meine Familie und meine Tiere, die mir solche Zeiten dann doch noch gut erträglich machen.

Dieser Ausnahmezustand zeigt meiner Meinung nach, dass wir alle Privilegien und Freiheiten, die wir normalerweise in Deutschland haben, noch viel mehr wertschätzen sollten. Zudem können wir uns glücklich schätzen, hier eine so gute medizinische Versorgung zu haben. Es gibt so viele Länder und Menschen auf der Erde, denen es viel schlechter geht und die durch das Coronavirus schlimmer betroffen sind als wir. Ich finde, gerade jetzt ist es wichtig, nicht immer nur das Negative zu sehen, sondern das Positive zu betrachten und damit zufrieden zu sein. Auch wenn uns die ganzen Umstände in Zeiten von Corona das Leben nicht gerade erleichtern, bin ich trotzdem weiterhin motiviert, diese Ausbildung zu machen, denn solche Situationen zeigen, wie wichtig die Pflege ist.
Matthias Mein erster Praxiseinsatz auf Station 2C (Innere Medizin/ Kardiologie) der Kreisklinik Ebersberg

Am Montag, den 02.12.2019, begann ich meinen ersten Praxiseinsatz in der Kreisklink Ebersberg auf der Station 2C mit einer Praxisanleitung. Die Station ist geteilt in zwei Fachbereiche: Neurologie und Kardiologie. In der Neurologie werden vorwiegend neurologische Patienten, die meist über die hauseigene Stroke-Unit aufgenommen wurden und über ein klinikvernetzendes System namens Tempis bei einem Neurologen in Regensburg oder München-Harlaching vorgestellt werden. Diese Patienten werden dann oft im speziell dafür vorgesehenen Monitorzimmer weiter überwacht. Auf der Kardiologie werden zum Großteil Patienten versorgt, die eine Herzkatheteruntersuchung bekommen sollen oder schon bekommen haben. Für Akutfälle oder Patienten, die einen angiographischen Eingriff hatten, gibt es auf der kardiologischen Seite auch zwei speziell ausgestattete Monitorzimmer zur Überwachung.

Auf Grund des meist hohen Patientenalters und der Schlaganfalleinheit sind auf dieser Station viele pflegebedürftige und pflegeaufwendige Patienten. Besonders pflegeaufwendig sind hier die Patienten mit Hemiparese bzw. Hemiplegie, da diese Patienten Teile ihres Körpers nur eingeschränkt oder gar nicht bewegen können.

Auf der kardiologischen Seite der Station hat man häufig Kontakt mit Patienten, die auf Grund einer Herzkatheteruntersuchung mit Zugang über die Arteria Femoralis mehrere Stunden das Bett nicht verlassen dürfen. Diese Patienten stellen uns vor eine besondere pflegerische Herausforderung, denn diese Patienten müssen z.B. zum Essen speziell im Bett so gelagert werden, dass ein Abwinkeln der Beine im Bezug zum Oberkörper soweit wie möglich vermieden wird. Zusätzlich sind auf dieser Station Patienten, die auf Grund einer Herzerkrankung Wasser in den Extremitäten einlagern und ausgeschwemmt werden, dabei ist die Beobachtung von Gewicht oder Urin Ausscheidungsmenge (bei Patienten mit Blasendauerkatheter) ausschlaggebend.

Am ersten Tag des Einsatzes hatte ich gemeinsam mit zwei Klassenkameradinnen auf der Station Anleitung durch den Praxisanleiter. Er zeigte und erklärte uns die gesamte Station und zusätzlich noch andere wichtige im Krankenhaus befindliche Einrichtungen.

Im Laufe der ersten Woche habe ich die Kollegen kennengelernt und verstehe mich mit den meisten sowohl auf persönlicher Ebene als auch arbeitsbezogen gut. Die Schwestern und Pfleger hatten immer ein offenes Ohr und erklärten auf Nachfrage gerne alle relevanten Abläufe, verschiedene Medikamente und medizinische Fachbegriffe.

Auf der Station wurden in der Schule theoretisch eingeführte Themen - wie zum Beispiel das Waschen eines Patienten - schnell zu meinem praktischen Alltag. Ich kann in der Zwischenzeit Patienten selbstständig waschen und auch das Portionieren und Eingeben von Essen und Getränken übernehme ich selbstständig.

Ich konnte von den Pflegekräften viel über die Mobilisation von Patienten lernen und durfte selbst auch praktisch tätig werden. Die Station eignet sich ausgezeichnet, theoretisches Fachwissen der Pflege von Patienten der Kardiologie und Neurologie in praktischer Anwendung zu lernen.

Die Arbeit auf der Station war sehr fordernd, hat jedoch im Hinblick auf das nette Team und die überaus interessanten Fälle sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte mein Fachwissen gut im Rahmen der Ausbildungslinien einsetzen und weiter ausbilden. Ich fühle mich auf der Station sehr wohl und hoffe, dass der restliche Einsatz auch so interessant und anspruchsvoll bleibt.

Ich hatte mich vor Anfang des Einsatzes schon auf die Station 2C gefreut, da ich von Schulkameraden über die Fachrichtung und das Team sehr viel Gutes gehört hatte. Ich hatte erwartet viel Grundlegendes über die Pflege auf Station und viel Spezifisches aus dem Fachbereich zu lernen, diese Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Ich freue mich auf den restlichen Einsatz.
Rahmat & Sisilija Bevor der erste Schulblock überhaupt losging, waren wir schon ziemlich aufgeregt und gespannt, was uns überhaupt erwarten wird. Als es am 1. Oktober dann endlich begann, war unsere Nervosität auf dem höchsten Punkt. Wer wird uns die drei Ausbildungsjahre begleiten? Wie sind meine Mitschüler? All diese Fragen gingen uns durch den Kopf, ließen uns so schnell auch nicht mehr los.

Nach einigen Kennenlernspielen und Vorstellungsrunden konnten wir uns einen ersten sehr positiven Eindruck verschaffen. Dieser positive Eindruck verblieb, nachdem wir uns näher kennen gelernt haben.

Auch wenn es heute hier und dort mal kleine Unstimmigkeiten in der Klasse gibt, bleibt am Ende des Tages die gute Klassengemeinschaft bestehen. In dem Fall muss gesagt werden, dass wir mehr wie Glück mit der Klasse hatten. Es hätte uns ehrlich gesagt nicht besser treffen können.

Die nächsten Sorgen, bzw. Bedenken bereitete uns der Schulstoff. Hier waren wir ehrlich gesagt nicht so positiv überrascht wie bei unseren Mitschülern und Lehrern. Kurz und knapp gesagt: es ist echt viel Stoff auf einmal und man muss dran bleiben! Anfangs waren wir mehr als überfordert. Es war uns fremd, in einem Fach selbstständig mitzuschreiben. Alleine das Sortieren unseres Schulordners aufgrund der verschiedenen Fächer und Lehrer, bereitete uns Schwierigkeiten. Jedoch haben wir uns nach einigen Wochen sehr gut ins Schulleben eingelebt und sind endlich angekommen.

Im ersten Schulblock hatten wir immerhin sehr viel Spaß und sind schon sehr gespannt, ob die anderen Schulblöcke auch so gut verlaufen werden.
Laura & Valentina Unser erster Schulblock

Anfang Oktober ging es los. Eine komplett neue Schule und neue Mitschüler. Wir waren alle ziemlich aufgeregt und gespannt, was auf uns zukommt. Unser Kurs setzt sich aus 29 Schülern und Schülerinnen zusammen, die sich inzwischen lange nicht mehr so fremd sind wie am Anfang. Wir lernten viele wichtige Gesichter kennen, sei es die Schulleitung oder die zentralen Praxisanleiter, alle stellten sich herzlichst bei uns vor.

Auch die höheren Kurse haben uns herzlich aufgenommen. Empathisch und selbstsicher stellte sich der zweite Kurs mit einer kleinen Willkommensfeier für uns vor. Und durch den Pflegeübungstag, den wir vor unserem ersten großen Einsatz hatten, lernten wir den dritten Kurs besser kennen. Durch einen Rundgang in unserem Krankenhaus konnte der zweite Kurs von einigen die noch anstehende Angst nehmen und offenstehende Fragen beantworten. Außerdem gaben sie uns einige kleine Einblicke, was schon ganz bald auf uns zukommen würde. Auch bei Problemen oder Anliegen, stehen sie uns immer zur Seite.

Zum Ende hin erschien uns allen der Einführungsblock, welcher über 2 Monate lief, als sehr lange. Wir lernten jedoch die Basics, wie zum Beispiel das Messen und Dokumentieren der Vitalzeichen, die Köperpflege. Auch die ersten Unterrichtsstunden zur Anatomie blieben uns nicht erspart.

Da unsere Berufsschule eine sehr kleine Schule ist, stehen sich alle viel näher und der familiäre Umgang führte zu einem schönen und unkomplizierten Einstieg in den neuen Lebensabschnitt.

Nun sind wir ganz gespannt, was in den nächsten 3 Jahren noch alles auf uns zukommt und freuen uns schon, vieles mehr zu erleben.
Laura Mein Einsatz vom 01.12.2019 bis 12.01.2020 war auf der Station 2B, welche sich in zwei Bereiche teilt: Geburtshilfe auf der linken und Gynäkologie auf der rechten Seite. Ebenfalls darf man als Schüler einen Tag lang die Hebammen im Kreißsaal begleiten und auf eine Geburt hoffen.

Wie erwartet waren die Patienten überwiegend weiblich. Während meines dortigen Einsatzes habe ich nur einen Mann stationär versorgt, welcher das am häufigsten auftretende Krankheitsbild aufzeigte: Krebs. Die Krankheit ist mitunter einer der Schwerpunkte der Station und des Bereiches der Gynäkologie, meist als sogenanntes “Mamma-Ca” aufzufinden. Des Weiteren befanden sich viele Frauen mit einer Mastektomie, Abrasio oder Laparoskopie in stationärer Behandlung und somit auch bei mir. Die Geburtshilfe war oft eine schöne Abwechslung zu den schweren Schicksalsschlägen der anderen Seite, da man dort die Chance bekam, sich um die Neugeborenen zu kümmern.

Eine Besonderheit waren die 3 Familienzimmer, in denen sich die frisch gebackenen Eltern in einem gemütlichen, großen Zimmer in aller Ruhe um ihr neues Familienmitglied kümmern konnten.

Am Morgen meines ersten Tages war ich sehr nervös, da ich nicht wusste, wie mich das Team aufnehmen würde. Nachdem sich allerdings alle, die mit mir im Dienst waren, freundlich vorgestellt und mich begrüßt hatten, legte sich die Nervosität schnell. Der Ablauf des Tages wurde mir erklärt, bevor der Nachtdienst mit der Übergabe anfing. Anfangs verstand ich kaum etwas von dem Erzählten, doch im Laufe der darauffolgenden Tage lernte ich die Diagnosen, Therapien und Maßnahmen kennen und fühlte mich somit auch sicherer im Stationsalltag und im Umgang mit den Patienten.

Im Schulblock vor dem Praxiseinsatz besprachen wir bereits die Pflege der Neugeborenen, weshalb ich bei Aufgaben wie zum Beispiel das Wickeln, An- und Ausziehen und Halten eines Säuglings keine Probleme hatte.

Um den Patienten der gynäkologischen Abteilung eine gute und angemessene Pflege anbieten zu können, musste ich viele Fragen an die examinierten Pflegerinnen stellen und des öfteren auch etwas nachlesen, da wir in der Schule leider noch nicht über gynäkologische Erkrankungen gesprochen hatten. Doch am Ende hat sich dies auch gelohnt, da ich so gleich etwas für mein weiteres Berufsleben lernen konnte.

Das Messen der Vitalzeichen, welches im Laufe des Tages immer wieder zu erledigen war, konnte ich durch die Übungen in der Schule korrekt durchführen und so zum Beispiel den Blutdruck manuell richtig messen. Auch hat mir die Aufklärung über das Dokumentationssystem in der Schule sehr geholfen, da dies auf den ersten Blick komplizierter aussieht, als es eigentlich ist.

Der Einsatz hat sich trotz anfänglicher Angst als spannend herausgestellt, da mir oft angeboten wurde, bei pflegerischen Tätigkeiten wie Drainagen ziehen (dies ist auf der Station die Aufgabe der Pfleger) und Blutabnahmen zuzusehen. Für mich war es ein Zeichen von Anerkennung, als ich selbst den Fundus bei den Wöchnerinnen tasten durfte.

Leider erlebte ich auch eine Situation, in der ich mich etwas überfordert fühlte: eine Patientin war leider durch eine große Wunde am Rücken stark eingeschränkt und somit ein Pflegefall. Vorher hatte ich noch nie Kontakt zu sehr pflegebedürftigen Patienten und musste nun die Verantwortung für die besagte Patientin übernehmen. Da wir an diesem Tag leider nicht genügend Pflegekräfte auf Station waren, konnte mir niemand wirklich helfen, weshalb ich mich plötzlich hilflos fühlte. Das änderte sich allerdings, als ich Schritt für Schritt meine Aufgaben erledigte: Körperpflege der stark pflegebedürftigen Patientin, Prophylaxe, Positionierung und Gabe von Medikamenten.

Als mir die zuständige Pflegekraft am Ende der Schicht dankte und mich lobte, fühlte ich mich bestätigt und gleichzeitig motiviert. Es war ein gutes Gefühl, für Menschen, die Hilfe brauchen, da zu sein und sie unterstützen zu können. Natürlich war es zuerst komisch, für meine Patienten die Verantwortung zu tragen und bei pflegerischen Maßnahmen erklären zu können, wieso ich diese durchführe, doch mit der Zeit machte ich das automatisch und fühlte mich sicherer.

Wenn die Station durch Krankmeldungen mal schlecht besetzt war und alles auf einmal hektischer als vielleicht noch am Vortag ablief, merkte ich, wie die Situation für mich persönlich schon eher belastend war. Aber der Gedanke, dass es so nicht immer sein wird, half mir die Schicht gut zu meistern.

Meine Wünsche wurden auf der Station größtenteils erfüllt. Zum einen konnte ich viele Krankheitsbilder kennenlernen, zum anderen fühle ich mich im Umgang mit Patienten, Angehörigen und diversen Pflegemaßnahmen viel sicherer als noch davor. Leider konnte ich an meinem Kreißsaaltag keine Geburt miterleben, doch die Hebammen haben mir dennoch viel gezeigt und erklärt, weshalb der Tag trotzdem sehr lehrreich war. Der Einsatz auf der Station war vor allem wegen dem dortigen Team sehr angenehm und spannend. Es ist eine sehr interessante Abteilung.
Karin & Dejan Unser erster Schulblock

Wir waren schon, bevor unsere Ausbildung zum/zur Gesundheits und Krankenpfleger/in begonnen hat, sehr gespannt, was uns erwarten wird. Am 1. Oktober war es dann so weit.

In der ersten Woche wurden uns viele Mitarbeiter der Kreisklinik Ebersberg vorgestellt. Auch die Klasse hat sich durch eine Kennenlernfeier, die vom 2. Kurs ausgerichtet wurde, besser kennengelernt. Eine Führung durch das Krankenhaus hat uns geholfen, uns besser zu orientieren und nicht mehr ganz so viel zu verlaufen.

Am Anfang war sehr viel Neues zu lernen. Mit der Zeit fiel es uns leichter und wir haben Spaß am Lernen gefunden. Lerngruppen halfen, die Motivation zu steigern.

Der Wechsel vom theoretischen zum praktischen Unterricht hat uns geholfen, das in der Theorie Gelernte noch einmal zu vertiefen. Ein Highlight war der Pflegeübungstag, der vom 3. Kurs ausgerichtet wurde. Dieser hat uns sehr gut auf den Praxiseinsatz vorbereitet.

Der erste Schulblock hat uns gut gefallen, wir haben viel Neues gelernt, wie z. B. das Messen von Vitalzeichen und das Dokumentieren. Wir fühlen uns sehr gut aufgenommen in der Berufsfachschule und freuen uns auf die nächsten drei Jahre.
Lena & Bettina Unser erster Schulblock

Als es am ersten Oktober endlich losging waren wir schon sehr gespannt auf die neue Schule, unsere Mitschüler und die vielen neuen Eindrücke. Nach und nach lernten wir ein wichtiges Gesicht nach dem anderen kennen: Vom Geschäftsführer bis hin zu den zentralen Praxisanleitern und dem gesamten Lehrerkollegium. Unser Kurs ist eine bunte Mischung aus verschiedensten Kulturen und mittlerweile hat jeder Einzelne seinen Platz in der Klasse gefunden. Wir sind recht schnell zu einer richtig guten Klassengemeinschaft zusammengewachsen. Auch zu den älteren Kursen entwickelten wir bei einer Kennenlernfeier und bei einem Praxisübungstag einen guten Draht. Sie konnten uns noch offene Fragen beantworten und boten uns ihre Unterstützung zu jeder Zeit an. Der familiäre Umgang im Haus erleichtert einem den Einstieg in den neuen Lebensabschnitt ungemein und macht die Klinik zu etwas Besonderem.

In den darauf folgenden Tagen ging es dann mit dem Lernstoff richtig los. Am Anfang verstand jeder nur Bahnhof, wovon wir uns aber nicht abschrecken ließen. Mittlerweile können wir auch schon mit dem einen oder anderen Fachbegriff etwas anfangen und die fremden Wörter zusammenbasteln. Im Einführungsblock lernten wir viele wichtige Basics für den ersten Einsatz im Krankenhaus, wie zum Beispiel Blutdruckmessen, Körperpflege und die Mobilisation. Aber auch die ersten Annäherungen an die Anatomie blieben uns nicht erspart. Unser Kurs war daran so sehr interessiert, dass wir die erfahrenen Ärzte, welche unsere Dozenten in den jeweiligen Themen waren, mit zahlreichen Fragen löcherten. So mancher war schon am Verzweifeln und befürchtete, mit unserem wissensbegierigen Kurs noch viele Überstunden machen zu müssen

Der Einführungsblock, welcher sich über zwei Monate zog, fühlte sich gegen Ende hin an wie eine Ewigkeit. Er bereitete uns aber gut auf den ersten praktischen Einsatz vor, in den wir Anfang Dezember höchst motiviert starteten. Weiterhin bleiben wir gespannt auf die zahlreichen neuen Aufgaben und das viele neue Wissen, was wir in den nächsten drei Jahren in der Ausbildung erlernen werden und freuen uns schon auf den nächsten Schulblock, wo sich die Klasse über den aufregenden ersten Einsatz austauschen kann.
Tamara Ich habe mich für die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin entschieden weil für mich seit meiner Kindheit klar war, dass ich später im sozialen Bereich arbeiten möchte. Im Vorfeld habe ich mich auch über andere Pflegeberufe, wie z. B. Heilerziehungspflege informiert. Diese haben mir ebenfalls sehr viel Spaß bereitet. Letztendlich fiel meine Entscheidung auf die Kreisklinik Ebersberg, da man als Gesundheits- und Krankenpflegerin sehr viele Weiterbildungsmöglichkeiten und einen abwechslungsreichen Alltag hat. Ich mag es mit Menschen zusammenzuarbeiten und ihnen zu helfen.

An der Schule gefällt mir besonders die familiäre Atmosphäre, da die Schule nicht so groß ist und man sich untereinander kennt. Die Lehrer sind sehr nett und gestalten den Unterricht immer abwechslungsreich (Gruppenarbeiten, Projekte, viel Anschauungsmaterial, usw.). Alles in allem bin ich mit meiner Ausbildungswahl sehr zufrieden und ich bin glücklich darüber mich für die Kreisklinik Ebersberg entschieden zu haben.
Michelle Motivationsbericht

In dem Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin geht es nicht nur darum, Menschen oder Patienten zu helfen, die krank sind, vielmehr ist man auch zum Reden, Zuhören und zur Unterstützung da. Zudem ist man ein Ansprechpartner für Angehörige und ein wichtiges Kommunikationsglied zwischen Arzt und Patient.

Das breite Tätigkeitsfeld macht diesen Beruf für mich persönlich so interessant. Am meisten freue ich mich in der Ausbildung auf die Arbeit mit dem Patienten und das Erlernen von Fachwissen um korrekt und professionell mit den Patienten arbeiten zu können
Tanja Mir war schon immer klar, dass ein Bürojob, in dem ich den ganzen Tag nur allein an meinem Schreibtisch rum sitze, nichts für mich ist. Ich möchte mit Menschen zusammen arbeiten, jeden Tag etwas Neues erleben.

Durch mehrere Praktika wurde mir dann klar, dass ein Beruf im sozialen Bereich perfekt für mich passen würde. Dass die Wahl dann auf die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflegerin fiel, hat unter anderem damit zu tun, dass sich hier Themen vereinen, die mich schon immer interessiert haben. Wie z. B. die Anatomie des menschlichen Körpers, Pathologie, Pädiatrie, ...

Und da uns diese Themen und viele Weitere im Unterricht sehr interessant und abwechslungsreich näher gebraucht werden, bin ich nach wie vor sehr glücklich mit meiner Entscheidung
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